be you - unique

Highly personalized and solution-oriented coaching. Personal develop-
ment. Career development. Proven strategies for success and growth.

 

←    Können wir oder können wir nicht? Das ist die Frage.

Sie können, weil sie glauben, dass sie es können. (Vergil)

Das oben stehende Zitat des römischen Dichters Vergil, der bereits zu Lebzeiten Ansehen erlangte und dessen Heldenepos "Aeneis" zur Pflichtlektüre eines jeden römischen Schülers wurde, könnte genauso gut heißen: "Sie können es nicht, weil sie glauben, dass sie es nicht können." Insofern deckt sich diese Aussage unter anderen auch mit der Aussage des römischen Kaisers und Philosophen Mark Aurel, der sagt: "Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken."

Das bedeutet, dass unsere Gedanken uns zu dem machen, was wir sind. Dale Carnegie, amerikanischer Schriftsteller und Erwachsenenbildner, drückt es so aus: "Unsere geistige Einstellung ist der Faktor X, der unser Schicksal bestimmt." Ein Mensch ist sozusagen das, was er den ganzen Tag denkt.

Insofern besteht die größte Herausforderung darin, uns mit den richtigen Gedanken auseinanderzusetzen; mit Gedanken, die uns aufbauen und uns davon überzeugen, dass das, was wir im Leben erreichen und die Träume, die wir umsetzen wollen, erreicht werden können. Wenn wir uns täglich, neben der harten Arbeit, neu von unseren positiven Gedanken inspirieren lassen und unsere Aufmerksamkeit dem schenken, was uns aufbaut und voranbringt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, ein erfülltes und erfolgreiches Leben zu führen, viel größer.

Wenn wir es schaffen, uns den richtigen, uns aufbauenden Gedanken zu verschreiben, sind wir auf dem richtigen Weg und können auch viel leichter mit Schwierigkeiten umgehen und diese überwinden. Wenn wir uns glücklichen Gedanken widmen, sind wir glücklich, wenn wir unglückliche Gedanken denken, sind wir unglücklich. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit ängstlichen Gedanken schenken, sind wir voller Zweifel und Sorge; wenn wir unsere Gedanken der Krankheit zuwenden, dann machen wir uns in der Tat auch krank. Wenn wir uns davon überzeugen, etwas nicht zu schaffen, dann schaffen wir es auch nicht. Wenn wir uns klein denken, dann bleiben wir unbedeutend. Wenn wir uns selbst bemitleiden, stellen wir uns auf die Ebene des Opfers und trauen uns nicht mehr mitzureden und mit zu entscheiden.

Schaut man sich beispielsweise das englische Bildungssystem der elitären Internatschulen und Universitäten an, so erkennt man, dass sich dieses System nicht nur inhaltlich von anderen Schulsystemen unterscheidet, sondern vor allen Dingen darin, dass die Schüler und Studenten immer wieder eingetrichtert bekommen, zu einer Elite zu gehören. Sie lernen zuerst zu Hause, dann in der Schule, von klein auf, dass sie es schaffen, dass sie dafür bestimmt seien, etwas Besonderes aus ihnen zu machen und früher oder später Führungsaufgaben übertragen bekommen werden. Diese jungen Menschen lernen zwar auch hart zu arbeiten, aber bekommen gleichzeitig vermittelt, dass sie wichtige, wertvolle, verantwortungsbewusste, begabte Menschen sind, auf die die Gesellschaft wartet. Dieses Wissen um ihren Wert treibt sie zu Höchstleistungen an, weil sie von sich selbst überzeugt sind und sozusagen für die Übernahme von wichtigen Aufgaben vorbereitet werden.

Unabhängig davon, ob man nun mit diesem elitären Bildungssystem einverstanden sein mag oder nicht, so ist es mit Sicherheit ein Beweis dafür, dass man sich positives Denken aneignen kann; dass man nicht von Geburt an begabt oder unbegabt, glücklich oder unglücklich, erfolgreich oder erfolglos ... sein muss, sondern dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, durch positive Gedanken und harte Arbeit sein Leben in neue Bahnen zu lenken.

Das heißt natürlich nicht, das Leben durch die rosarote Brille zu sehen. Es bedeutet vielmehr, allen Erfahrungen, die wir erleben, angenehmen wie unangenehmen, positiv gegenüberzustehen. Kurz gesagt bedeutet das, dass wir uns über unsere Probleme natürlich Gedanken machen müssen, aber keine Sorgen. Verständlicherweise ist es mit Sicherheit ein Schock, wenn ein Mensch beispielsweise die Arbeit verliert. Ein Mensch mit einem positiven und konstruktiven Lebensansatz beschäftigt sich schließlich aber nicht damit, was wohl passieren könnte, wenn er arbeitslos bleiben sollte, sondern vielmehr damit, wie er sich weiter bewerben wird, welche weitere Ausbildung er angehen möchte, ob er vielleicht in ein anderes Land ziehen möchte, ob er vielleicht selbstständig werden sollte u.s.w. Sicher ist es nicht immer einfach, positiv zu bleiben; Tatsache ist allerdings, dass sich ein Mensch das konstruktive und nach Lösungen suchende Denken aneignen kann.

Sich ständig mit den Sorgen auseinanderzusetzen bedeutet, dass sich der Mensch immer in die Zukunft projiziert und sich von einer ihm eigenen Erwartungshaltung, die seinem persönlichen Denken entspringt, tragen lässt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass z. B. der Hauptgrund für einen Jobwechsel ein schlechtes Arbeitsklima ist. Interessanterweise wiederholt sich diese Erfahrung häufig auch im neuen Arbeitsumfeld. Die Erfahrung wiederholt sich immer wieder.

Warum passiert das? Psychoanalytische Studien haben herausgefunden, dass sich dieselben Erfahrungen an unterschiedlichen Arbeitsplätzen meistens deswegen wiederholen, weil die Erwartungshaltung dieser Personen von vorgefertigten Mustern bestimmt werden. Eine schlechte Erfahrung mit einem Menschen wird in einen anderen Menschen projiziert und der Kreislauf beginnt von vorne. Das bedeutet, dass nicht unbedingt der andere Mensch das Problem ist, sondern vielmehr die eigene Einstellung, wie man die Umwelt und die Mitmenschen wahrnimmt.

Erwartet sich der Mensch z. B., jeden Morgen von seinem Chef gelobt zu werden, dann fühlt er sich frustriert, wenn es nicht geschieht. Ist ein Kollege am Morgen nicht unbedingt redefreudig, kann das fehl interpretiert werden und es können unter Umständen Schlüsse gezogen werden, die mit der Realität gar nichts zu tun haben. Insofern ist das Denken ausschlaggebend für die subjektive Wahrnehmung; es ist nicht die Realität schlechthin.

Dass die geistig-seelische Haltung eine unglaubliche Wirkung auf die Leistungsfähigkeit hat, beweisen nicht nur die Lebensgeschichten von erfolgreichen Menschen, sondern dies wurde auch in sämtlichen Tests bestätigt. Der englische Psychiater J.A. Hadfield gab in seiner Publikation "Die Psychologie der Macht" ein entsprechendes Beispiel: Er bat drei Männer, sich unter verschiedenen Bedingungen einem Kräftetest zu unterziehen. Bei normalem Wachzustand erreichten diese Männer auf ihrem Kraftmesser eine Durchschnittsleistung von 46 Kilogramm. Als er ihnen in Hypnose suggerierte, dass sie schwach seien, schafften sie im Durchschnitt 14 Kilogramm und im dritten Test, als ihnen suggeriert wurde, stark und kräftig zu sein, erreichten sie 64 Kilogramm. Ein beachtlicher Unterschied!

Nehmen wir uns daher den Rat des großen stoischen Philosophen Epiktet zu Herzen und kümmern wir uns lieber darum, die falschen Gedanken aus unserem Geist zu entfernen. Vielleicht ist das gar nicht so schwer zu erreichen, wenn wir jeden Tag gedanklich damit beginnen, wie einzigartig jeder von uns ist!

Dr. Martina Holzer Geromin ist Coach und Erziehungsberaterin, Mitbegründerin von www.trans4mind.de und bietet neben Einzelberatungen auch sämtliche Workshops an (siehe www.be-you-unique.com).

 

Schicken Sie Ihren Kommentar  

Ressourcen