be you - unique
Highly personalized and solution-oriented coaching. Personal develop-
ment. Career development. Proven strategies for success and growth.
Die wenigen, die handeln, sind der Neid der vielen, die nur zuschauen. (unbekannt)
Unlängst habe ich auf Facebook das Profil einer mir ans Herz gewachsenen Person ansehen wollen und dabei festgestellt, dass sie ihre Daten gesperrt hatte, so dass ich nur noch auf einige wenige ihrer Daten Zugang hatte. Nachdem ich diese Person und ihre Lebensphilosophie, die sie regelmäßig über Facebook an ihr Umfeld weitergibt, sehr schätze, tat es mir leid, ihre Botschaften nicht mehr lesen zu können.
Sofort habe ich sie darauf angesprochen und ihr mitgeteilt, wie schade es sei, von ihren positiven Gedanken und Überlegungen ausgeschlossen zu sein. Sie antwortete mir umgehend, indem sie meinte, dass sie unter ihren so genannten Freunden leider auch Neider habe, die nur schwer mit ihrem Erfolg zurechtkämen und dass sie es besser fände, keinen Anlass für Neid zu geben.
Was will uns aber der Neid der anderen sagen?
Ist er nicht Aussage dafür, wie im einführenden Zitat steht, dass neidische Menschen mit dem Erfolg jener Menschen, die das Leben selbst in die Hand nehmen, nicht umgehen können? Vielleicht deswegen, weil sie sich mehr mit den anderen beschäftigen, mit dem, wie und was der andere macht, als mit dem, was sie selbst tun könnten?
Wie häufig passiert es, dass Menschen am Handeln anderer stets etwas auszusetzen haben, es kritisieren und ihre ganze Energie darauf verwenden, das, was andere machen, schlecht zu reden, den Erfolg anderer ins Lächerliche zu ziehen oder ihn darauf zurückzuführen, dass dieser wahrscheinlich sowieso nicht mit rechten Dingen erreicht worden sei? Nur äußerst selten stellen sich diese Menschen die Frage: Was kann ich für mich tun, um ein erfülltes Leben zu führen, ein Leben, mit dem ich zufrieden bin und in dem ich mich meinen Vorstellungen entsprechend entfalten kann?
Anstatt selbst aktiv zu werden, katapultieren sie sich vielmehr in eine Perspektive des Zuschauens. Dabei handelt es sich nicht um ein objektives bzw. interessiertes Hinschauen, sondern um ein Zuschauen der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins. Solche Menschen tendieren häufig dazu, sich als Opfer zu sehen und trauen es sich nicht mehr zu, selbst das "Szepter" für ihr Leben in die Hand zu nehmen. Diese Gefühle der Frustration, der Ohnmacht u.s.w. führen zu Neid, Zorn, Eifersucht und Hass; kurzum zu Gefühlen, die mich als Mensch in meiner Wahrnehmung zum Opfer werden lassen, indem ich die Verantwortung für meine Situation nach außen abgebe und andere dafür verantwortlich mache. Je mehr sich ein Mensch in diese Rolle des Zuschauens hineinmanövriert, desto ohnmächtiger und desto passiver wird er. Eine Negativspirale nimmt ihren Gang.
Welche Schlüsse kann ich aus diesen Überlegungen ziehen?
Gefühle wie Neid entstehen im Kopf der Person, die nicht (mehr) an sich glaubt und somit die Verantwortung über ihre Lebenssituation außerhalb von sich sucht. Es gibt mit Sicherheit sehr komplizierte und anspruchsvolle Lebenssituationen, die auf den ersten Blick kaum zu bewältigen zu sein scheinen. Tatsache ist aber, dass alleine die Überlegung, was kann ICH TUN, um diese Situation zu ändern, eine andere Ausgangslage bietet als der Gedanke: "Der/die hat es leicht, wenn er/sie so viel verdient, sich so viel leisten kann, sein eigener Herr ist..." Hingegen gibt mir die Grundeinstellung: "Was kann ich tun und wer kann mir dabei helfen, meine Ziele zu erreichen?" ein Instrumentarium in die Hand, für meine Handlungen selbst die Verantwortung zu übernehmen. Bald stellt sich heraus, dass sich der Erfolg einstellt, wenn ich bereit bin, zum Akteur zu werden, die Dinge in die Hand zu nehmen und dafür die Verantwortung zu tragen. Jeder kleine Schritt nach vorne gibt mir ein Gefühl der Macht, der Freude, des Sich-selbst-bewusst-Wahrnehmens, und langsam stellen sich die kleinen und großen Erfolge ein.
Plötzlich erkenne ich, dass sich die meisten erfolgreichen Menschen (dabei ist unter Erfolg nicht unbedingt der wirtschaftliche Erfolg gemeint) für ihren Erfolg entsprechend stark einsetzen, hart dafür arbeiten, immer wieder aufstehen, auch wenn es nicht so leicht geht, indem sie bereit sind, ihren Einsatz nicht an Stunden festzumachen, sondern am Ergebnis, das sie für sich als Ziel angesetzt haben. Dieses Ergebnis wird nicht von außen bestimmt, sondern sie setzen es sich selbst zum Ziel. Aus dem Gedanken "Ich muss das machen" entsteht die Einstellung "Ich will das machen!", die im "Ich tue es" mündet.
Nur wenn ich an etwas arbeite, das mich antreibt und von dem ich persönlich überzeugt bin, werden in meinem Inneren Kräfte frei, die mich dabei unterstützen, an schwierigen Lebenssituationen nicht zugrunde zu gehen. Ich sehe in ihnen sogar die Möglichkeit, über mich hinauszuwachsen. Der Berg der Aufgaben, der sich vor mir auftut, wird nicht als unlösbares Problem gesehen, sondern als Möglichkeit, bei Erreichung des Gipfels einen neuen Horizont zu entdecken, der mir neue Perspektiven aufzeigt und es mir ermöglicht, aus dem vollen Topf des Lebens immer wieder aufs Neue zu schöpfen.
Getragen von dieser kreativen Kraft kann es sein, dass ich auf andere eine positive Wirkung habe, indem ich sie mit meiner positiven Energie anstecke. Insofern ist es meiner Ansicht nach auch richtig, andere am eigenen Erfolg teilhaben zu lassen, ihnen (ohne arrogant zu sein) zu zeigen, dass man sich über die erreichten Ziele und Lebensumstände freut und dafür dankbar ist. Mein Erfolg dient sozusagen als Antriebsfeder für andere, sie fühlen sich positiv angesprochen und sehen im erfolgreichen Menschen einen Ansporn, nach vorne zu schauen. Folglich muss mich der Neid jener Menschen, die mir meinen Erfolg nicht gönnen, nicht weiter belasten, da der Grund ihres Neides nicht in mir liegt, sondern in ihnen selbst. Jeder Mensch kann sich sozusagen von Neidgefühlen befreien, indem er handelt, an sich glaubt und zum Gestalter wird.
Mit Freude konnte ich feststellen, dass die eingangs erwähnte Person ihre Daten auf Facebook wieder frei geschaltet hat und aufs Neue als Inspiration all jenen Menschen dienen kann, die in ihr eine Triebfeder sehen; einen Menschen, der Großes erreicht hat und der Beweis dafür ist, dass durch ein Zusammenspiel aus Mission, Passion und Determination Erfolg eingefahren werden kann.