be you - unique

Highly personalized and solution-oriented coaching. Personal develop-
ment. Career development. Proven strategies for success and growth.

 

←    Lass dich auf das Hier und Jetzt ein!

Warte nicht! Es wird nie der richtige Zeitpunkt sein. (Napoleon Hill)

Warte nicht! ... ist eine Aufforderung, sich auf das Leben im Hier und Jetzt einzulassen. Es ist ein Wachrütteln, sich nicht vom ständigen Analysieren unseres Verstandes, von unseren uns quälenden Selbstgesprächen, ablenken zu lassen. Es ist ein Hinweis darauf, dass das, was jetzt gerade geschieht, unser Leben ausmacht, genau so, wie es sich in diesem konkreten Augenblick präsentiert.

Es geht darum, diesen Augenblick wertzuschätzen, ihn mit allen Sinnen auf sich wirken zu lassen und daraus etwas zu machen, ohne es auf morgen oder übermorgen zu verschieben. Es bedeutet, darauf zu reagieren, darauf bewusst einzugehen, indem man das Beste von sich gibt, indem man lebendig ist und die Dinge angeht, die man sich zu tun vorgenommen hat.

Das Sich-darauf-Einlassen kombiniert mit dem Willen, aus der gegenwärtigen Situation die Zukunft zu gestalten, gibt dem Menschen die Möglichkeit, die Gegenwart freudig anzunehmen, die Gegenwart aus einer Entfaltungs- bzw. Entwicklungsperspektive zu sehen.

Stattdessen halten sich viele Menschen in der Vergangenheit auf, indem sie vergangene Erfahrungen mit ihrem Verstand analysieren und interpretieren, unter Umständen nach Schuldigen suchen und sich so in eine Situation der Ohnmacht manövrieren. Unangenehme Erfahrungen werden oft nicht als Lernmöglichkeiten gesehen, sondern als Bestätigung dafür, Opfer gewesen zu sein und daher keine Macht über sein Leben zu haben. Dieser Ansatz ist die Basis dafür, mit Skepsis die Gegenwart zu erleben und mit Sorge, Angst, Zweifel, Anspannung, Frustration ... in die Zukunft zu blicken. Das Festhalten an der eigenen Interpretation der Dinge, die den Menschen zum Opfer degradiert, lähmt aber seine Eigeninitiative. Nach Eckhart Tolle führt der einzige Weg aus diesem Dilemma über das Eintauchen in die Gegenwart; das bewusste Sich-Einlassen auf den Augenblick, ohne zu urteilen und zu analysieren – einfach beobachten, zulassen und keinen Widerstand leisten und aus dieser Haltung der Akzeptanz handeln und reagieren.

Zurückschauen ist nur dann gut, wenn ich die vergangenen Erfahrungen in meine gegenwärtige Situation positiv einbinde, indem ich handle, meinen Träumen folge, jeden Tag einen Schritt voranschreite, mich weiterentwickle und im Hier und Jetzt tätig werde, im Hier und Jetzt für meine Zukunft den Samen säe, damit ich mein Leben meinem inneren Wesen nach gestalten kann. Ich nehme jeden Augenblick die Ruder meines Bootes selbst in die Hand und gebe die Richtung vor, die ich einschlagen möchte. Ich bin sozusagen Fährmann und Ruderer zugleich; ich lerne von den Lebenserfahrungen, die sich mir bieten und tauche in das Geschehen des Jetzt ein.

Aus dem Jetzt Kraft zu schöpfen und aktiv zu werden, heißt, Gestalter seines eigenen Lebens zu werden, indem ich nicht warte, sondern meine Aufgaben und mein Leben immer wieder neu in die Hand nehme. Es bedeutet nicht, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, einen Neuanfang zu wagen, das Rauchen aufzugeben, mit dem Partner zu sprechen, auf Urlaub zu fahren, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, ein neues Studium zu beginnen, mehr Sport zu betreiben u.s.w., sondern damit sofort zu beginnen. Der einzige Zeitpunkt, der richtig ist, um mit dem Rauchen aufzuhören, an die eigene Gesundheit zu denken, die Familie wertzuschätzen, einen Tanzkurs zu besuchen ... ist JETZT.

Was meine ich damit?

Damit meine ich, dass ich in meiner Gegenwart ganz klare Entscheidungen treffe, die Dinge anzugehen, die ich tun möchte, selbst wenn sich die äußeren Umstände dem Anschein nach dagegen auszusprechen scheinen.

Ich sitze beispielsweise gerade in der U-Bahn, da ich einen wichtigen Termin einhalten muss. Meine wöchentliche Routine, am Montag einen Artikel für meine Internetseite zu schreiben, schien im ersten Moment nicht möglich zu sein, weil ich mich in einer anderen Umgebung befinde und, und, und ...; es gäbe genügend Gründe, mein Vorhaben aufzuschieben.

Dabei ist gerade diese gegenwärtige Erfahrung eine Bestätigung dessen, was ich sagen möchte: Das Leben um mich herum inspiriert mich sogar, diesen Artikel zu schreiben: Ich sehe Menschen, die zur Arbeit hasten, Menschen, die in ihren Zeitungen oder Büchern lesen, Menschen, die Musik hören, Menschen, die am Telefon mit der "Außenwelt" verbunden sind; ich sehe in traurige Gesichter, ich sehe in ernsthafte Gesichter, ich sehe in gelangweilte Gesichter und ich sehe auch Menschen, die in ihren Gedanken versunken und weit abgedriftet sind, von dem, was in ihrem momentanen Leben passiert. Zwischendurch treffe ich auch auf Menschen, die mir zulächeln, die meinem Blick begegnen, die mit mir einen wertvollen Augenblick teilen. Es sind diese wundersamen Momente, an die man sich im Leben dann erinnert; Momente, die den Augenblick (und nicht nur ihn) bereichern.

Eckhart Tolle hat Recht, wenn er sagt, dass in der Gegenwart die Kraft liegt; durch sie erlangt ein Mensch Momentum, einen Zustand, in dem er sich lebendig fühlt und erkennt, dass sein Traum wichtig ist, weil er ihm aus der Gegenwart zur Entfaltung verhilft, indem er jeden Tag aus der Kraft seiner Kreativität schöpft – sich sozusagen von dem inspirieren lässt, was um ihn herum geschieht. Das lädt ihn zum Handeln ein, sofort, heute, nicht erst morgen oder übermorgen oder sobald der Zeitpunkt anscheinend richtig ist.

Dieses bunte Treiben zeigt mir, dass beides möglich ist: das Leben im Hier und Jetzt, darauf eingehen und daraus schöpfen, ohne zu warten, bis die "Umstände" es mir erlauben, meinen Artikel zu schreiben. Im Gegenteil, diese äußeren Umstände können mich sogar unterstützen, weil sie mir helfen, bewusster zu leben und meine Aufgaben bewusster zu erfüllen.

Etwas auf morgen zu verschieben, ist an sich Ausdruck dessen, dass man jetzt für seine Vorstellungen, Träume, Pläne keine Zeit hat, dass man sie nicht für wichtig genug erachtet... Es bedeutet, dass das, was einen inspiriert, später kommt, dass das, was den Menschen bewegt und ausmacht, nicht so bedeutend ist, dass sich der Mensch selbst sein größtes Hindernis ist.

Ist es nicht viel sinnvoller, wie Khalil Gibran sagt, das Leben jetzt anzugehen und die Schönheit des Lebens zu entdecken? Alles andere ist nämlich bloß eine Art des Wartens.

 

Schicken Sie Ihren Kommentar  

Ressourcen